7-9 Stunden
Schlafmangel kostet dich Jahre deines Lebens
Jede Nacht, in der du weniger als 7 Stunden schläfst, setzt du deine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit aufs Spiel. Chronischer Schlafmangel erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beeinträchtigt deine kognitiven Fähigkeiten und schwächt dein Immunsystem. Doch das ist erst der Anfang.
Wie Schlafmangel deiN Leben negativ beeinflusst
Schlafmangel ist nicht nur eine Frage der Erschöpfung. Dein Körper reguliert über Nacht essenzielle Hormone, die für deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit entscheidend sind:
Mehr Cortisol
Schlafmangel führt zu einer Erhöhung des Stresshormons Cortisol, was zu erhöhtem Blutdruck, Gewichtszunahme und Entzündungen führt.
Weniger Melatonin
Eine verkürzte Schlafdauer stört die natürliche Melatonin-Produktion, was die Schlafqualität und Regeneration beeinträchtigt.
Geringere Ausschüttung an Wachstumshormonen
Vor allem in den Tiefschlafphasen wird GH ausgeschüttet, das für Muskelwachstum, Fettverbrennung und Zellreparatur essenziell ist. Schlafmangel führt zu einem GH-Defizit.
Neuronale Folgen
Reduzierte Gedächtnisleistung und verminderte Konzentrationsfähigkeit. Erhöhtes Risiko für Depressionen und Angststörungen. Stärkere emotionale Reizbarkeit durch verminderte Aktivierung des Frontallappens.
Studien Schlafmangel
Studie des University College London (2007, Whitehall II Study) untersuchte 10.308 Teilnehmer über einen Zeitraum von 20 Jahren.
Das Ergebnis: Menschen, die ihre Schlafdauer von 7 auf weniger als 5 Stunden pro Nacht reduzierten, hatten während des 20-jährigen Zeitraums der Studie ein um 1,7-fach erhöhtes Sterberisiko.
Studie der University of Pennsylvania (2000, Effects of Sleep Deprivation on Cognitive Performance) untersuchte 48 Teilnehmer über einen Zeitraum von 14 Tagen.
Das Ergebnis: Bei weniger als 6 Stunden Schlaf sank die kognitive Leistungsfähigkeit so stark, als hätten die Teilnehmer zwei Promille Alkohol im Blut.
Studie der National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) (2008, The Sleep Heart Health Study) untersuchte 6.424 Teilnehmer über einen Zeitraum von 10 Jahren.
Das Ergebnis:
Personen, die regelmäßig weniger als 6 Stunden schliefen, hatten ein 48 % höheres Risiko für eine koronare Herzkrankheit und ein 15 % höheres Risiko für einen Schlaganfall.
Tipps
Regelmäßige Schlafenszeiten
Jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen gehen und aufstehen.
Wecker stellen
Sowohl als Erinnerung für das zu Bett gehen, als auch zum aufstehen
Licht an den Biorhythmus anpassen
Eine Lampe zur Simulation von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang hilft, den circadianen Rhythmus zu optimieren.
Blaulicht vermeiden
2 Stunden vor dem Schlafengehen auf Bildschirme verzichten oder Blaulicht-blockierende Brillen tragen.

